Reptilienburg erstellen - 16.08.2025 (Gartenteam Urtenen)
An diesem heissen Samstag fand das 3. Generationenprojekt des Gartenteams Urtenen statt: Wir bauen einen spannenden Ort für Reptilien, Insekten, Amphibien und Kleinsäugetiere!
Der Workshop wurde wetterbedingt kurzfristig vom Samstagnachmittag auf den Morgen ab acht Uhr vorverschoben. Zum Glück war dies für fast alle Angemeldeten möglich.
Ziegel abladen, Steine, Sand, Kies und Holzhäcksel in Karetten zur „Baustelle“ fahren. Grasmutten weghacken, Loch graben für die Rose, Stecken einschlagen in die brettharte Erde – alles schweisstreibende Arbeiten an diesem heissen Augustvormittag. Es war eine Freude zu sehen, wie engagiert und motiviert die sechs Kinder und zehn Erwachsenen an die Arbeit gingen! Nachdem genügend Material vor Ort war, begann das Kreative: Aus ca. 500 alten Ziegeln, gebrauchten Tontöpfen, Backsteinen und anderem Material schichteten die Teilnehmenden eine Trockenmauer auf. Ziel war, dass diese Mauer nicht nur dem Zweck dient, sondern auch schön aussieht.
In einer kurzen Pause erzählt Tsering Habich viel Interessantes über die Arten, Lebensbedingungen und Lebensräume der einheimischen Reptilien. Die Eidechsen z.B. sind Kaltblüter, d.h. ihre Körpertemperatur bleibt nicht konstant wie bei uns Menschen, sondern hängt von der Umgebungstemperatur ab. Bei Wärme - an sonnigen Orten - sind sie aktiver, sie brauchen aber auch Schatten und Verstecke, auch frostsichere. Temperaturen unter 5 Grad Celsius sind für sie tödlich. Die gezeigte Dokumentation wird allen Teilnehmenden in den nächsten Tagen digital zugestellt.
Wieder draussen auf der Baustelle bauen die Teilnehmenden fleissig weiter an der Mauer. Und Steine, Kies, Sand und totes Holz werden zu Haufen aufgeschichtet, eine kleine Wasserstelle wird gegraben, und zwischen den Sträuchern entsteht ein Unterschlupf aus Totholz, der auch für Igel ein attraktives Winterquartier sein kann.
Die als Blickfang gepflanzte pinkfarbene Rose mit weissem Auge hat den Namen „Mozart“. Der Rosenstrauch ist noch recht klein, aber bereits nicht zu übersehen.
Beim gemütlichen gemeinsamen Znüni stillen alle den Hunger und grossen Durst. Herzlichen Dank der Bäckerin für die wunderbaren Kuchen!
Trotz steigender Temperatur vor dem Mittag wird weitergebaut, bis die Mauer hübsche Wellen aufweist, sich gut in die Umgebung einfügt und der ganze Platz schön aussieht. Um ca. 12 Uhr gibt’s ein Gruppenfoto, und danach können alle müde und verschwitzt, aber glücklich ihren „Feierabend“ geniessen.
Diesen Herbst werden wir vom Kernteam noch ein paar Lücken in der Ziegelmauer ausfüllen mit passenden Pflanzen, wie Sedum usw.
Wir freuen uns, wenn bald Mauer- und Zauneidechsen, vielleicht auch Blindschleichen und andere Tiere, dieses Paradies als Lebensraum und Winterquartier entdecken!
Für das Gartenteam Urtenen (GTU): Marianne Borter
Esther Schmid,