Silvia Blatter

Frouezmorge zum Thema "Befreit leben"

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Der Einladung zum Frouezmorge vom 13. Oktober 2018 folgten achtzig Frauen aus Urtenen-Schönbühl und Umgebung!
Therese Fehlbaum
Nach der Begrüssung durch Claudia Dietiker durften die Teilnehmerinnen ein feines Frühstück geniessen, welches von einem ehrenamtlichen Team vorbereitet wurde. Es fanden dabei rege Gespräche in gemütlicher Atmosphäre statt.

Als Dekoration waren Steine und Scherben auf den Tischen, die darauf hinwiesen, dass es im Leben immer wieder Stolpersteine und Brüche zu überwinden gibt. Doch in schwierigen Lebensphasen ist auch Liebe zu spüren, was die Rosen in den Vasen symbolisierten.

Rahel Temperli-Donnabauer erzählte in ihrem Referat, wie sie nach schweren Lebenskrisen jetzt wieder befreit leben kann. Ihre Kindheit und Teenagerzeit waren geprägt von geringer Wertschätzung. Sie fühlte sich einsam und hatte kein Selbstwertgefühl. Als dann ihre Ehe in Brüche ging, erlitt sie eine Depression. In all den schwierigen Zeiten war sie immer im Gespräch mit Gott und hat begonnen, Lieder darüber zu schreiben. Eines davon heisst: «I gheie nie töifer aus i dini Hand».

Einmal, während der Hausarbeit, bat sie Gott: «Nimm mich aus diesem Leben». Danach merkte sie – mit Hilfe einer Therapie –, dass sie den Menschen, welche sie verletzt haben, vergeben muss. Nur so konnte sie sich aus diesem belastenden Leben befreien.

Zu vergeben ist nicht einfach, es braucht Mut dazu. Aber durch Vergebung ist Heilung und Veränderung möglich. Durch diesen Schritt der Vergebung ist Raum für Neues entstanden. Rahel Temperli-Donnabauer hat eine neue Identität gewonnen; sie machte eine theologische Ausbildung, ist heute als pastorale Mitarbeiterin und Sängerin tätig; sie fühlt sich befreit und sagt: «Gottes Liebe ist bedingungslos.» Ihr eindrückliches Referat untermalte sie mit besinnlichen Liedern. Ihre Erzählung beendete sie mit einem Gebet und einem Lied.

Während des Referates war ganz still im Saal. Es war eindrücklich, die Aufmerksamkeit und das «Mitgehen» der Zuhörerinnen zu spüren. Danach dankte Claudia Dietiker der Referentin mit Blumen und durfte die anwesenden Frauen in ein sonniges Herbstwochenende entlassen.

Das nächste Frouezmorge findet am 23. Februar 2019 im Zentrumssaal statt. Mehr Infos gibt es » hier. Wir freuen uns schon jetzt darauf!
Bereitgestellt: 06.11.2018     Besuche: 20 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch