David Bringold

Zur Jahreslosung 2018

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Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21, 6
Wie sehr habe ich doch schon im Sommer Pflanzen und Blumen begossen. Und teilweise sogar mit gewissem Erfolg. Sie sind nicht vertrocknet und haben begonnen, sich ziemlich gut zu entwickeln. Doch dann ist der Regen gekommen. Ein milder, ruhiger, ausgiebiger Niederschlag. Und die Natur hat sich in einem Augenblick verwandelt. Das Grün ist sichtbar gekräftigt worden und die Pflanzen haben einen herzhaften, grossen Wachstumsschritt getan. Mit meiner Spritzkanne hätte ich das nie gekonnt.

Kann es sein, dass es sich auch mit unserer menschlichen Seele so verhält? Wir können ihr auf menschliche Weise viel gutes Tun, sie am Leben und bei Laune halten. In einigen Bereichen bleibt sie jedoch im Bild des Gartens gesehen trocken. Die fruchtbare Erde wird nur oberflächlich befeuchtet. Oder ist sogar schon seit Jahren ausgetrocknet. Und ihr Boden ist von Rissen durchzogen und hart geworden. Bis Menschen in der Begegnung mit Gott erleben, wie auf wunderbare Weise Regen vom Himmel fällt und wie sich aus dem Inneren heraus eine wasserspendende Quelle eröffnet. Die Erde wird getränkt und mit frischem Wasser gesättigt, das Leben wird geweckt, Freude, Kraft, Versöhnung, Hoffnung und Liebe wachsen und blühen auf.

Unterschiedliche Menschen begegnen dem lebendigen Gott der Bibel in unterschiedlichen Formen von Spiritualität. Eine Voraussetzung scheint das Suchen zu sein. Dem Durstigen wird das lebendige Wasser verheissen. Das macht Mut, im neuen Jahr 2018 in aller menschlicher und seelischer Bedürftigkeit Gott zu suchen, mit allem inneren Durst offen und ehrlich vor ihm zu sein, im persönlichen Gebet, Nachdenken und im Gespräch mit anderen Menschen.

„Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers.“ Dieses Wort stammt aus dem Schluss der Offenbarung. Es ist eines der schönsten Bilder und Versprechen für das Ende der Zeit, wenn Gott ausgleichende Gerechtigkeit wirkt und diese Erde wandelt in seine neue, himmlische Welt. Gleichzeitig ist es ein Bild, wie Menschen Gottes Wirken seit jeher erfahren haben. Er gibt dem Durstigen zu trinken und eröffnet ihm eine Quelle, aus der das Leben strömt. Manchmal einfach so, überraschend und im Überfluss. Manchmal am Ende einer langen Durststrecke. Manchmal braucht er auch uns oder andere Menschen dazu.
Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes, erquickendes und erfüllendes neues Jahr!

David Bringold, Pfarrer

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Bereitgestellt: 27.12.2017     Besuche: 58 Monat 
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