David Bringold

"Glück im Stall" am Stalleinweihungsgottesdienst

Stalleinweihungsgottesdienst<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kgju.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>399</div><div class='bid' style='display:none;'>5154</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

Am zweiten Septemberwochenende haben Elisabeth und Adrian Jordi ihren neu erbauten Stall und das Oekonomiegebäude am Wiggiswilweg in Urtenen-Schönbühl der Öffentlichkeit vorgestellt. In diesem Rahmen hat unter dem Motto "Glück im Stall" ein Stall-Einweihungsgottesdienst stattgefunden.
Am Freitagabend fand ein Aufrichte- und Dankeschön-Fest mit den am Bau beteiligten Handwerkern und den Landwirten von Urtenen statt. Samstag und Sonntag war die Bevölkerung an zwei Tagen der offenen Stalltüre eingeladen, den neuen Hof „Talacker“ zu besichtigen. Im noch weitgehend leeren Oekonomie-Teil hatte eine währschafte Festwirtschaft ihren Platz und gegenüber im Stallteil war zu sehen, wie sich die » „Aubrac“-Mutterkühe und ihre Kälber sichtlich wohl fühlen in ihrem neuen Heim.

Als besonderer Moment haben das Betriebsleiterpaar zusammen mit der reformierten Kirche und Pfarrer David Bringold am Samstagnachmittag einen Stalleinweihungsgottesdienst durchgeführt. In einem Gespräch mit der Bäuerin Elisabeth Jordi erfuhren die Teilnehmenden, wie es zu diesem Bau kam, was der Wechsel von der Milchwirtschaft zur Mutterkuhhaltung bedeutete und welche Freude es machte, zu sehen, wie sich die Tiere wohl fühlten, nachdem sie in ihren neuen Stall eingezogen waren. Urs Tröhler, Vater der Bäuerin und früherer Betriebsleiter, zeigte auf, wie stark die Landwirtschaft und die Tierhaltung sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert haben, und freute sich über den gelungenen Bau und die Zukunft, die dieser den nachfolgenden Generationen eröffnet.

In einer Predigt über den Psalm 23 machte sich David Bringold Gedanken darüber, wie sich in der Landwirtschaft besonders explizit zeigt, wie das Leben ein Geschenk ist. Im Staunen über allem, was auf dem Feld wächst und der Freude über das Heranwachsen der Tiere und dem Gedeihen der Herde. Ebenso wie auf der anderen Seite in der Erfahrung der Verletzlichkeit und dass das Wachstum, Gesundheit und Glück letztlich nicht allein in Menschenhand liegt. Der Wunsch „Glück im Stall“ ist so nicht nur ein menschlicher, er kann auch ein Segenswunsch und Gebet zu Gott sein. Zum Gebet für dieses Glück, für das Segensgebet für den neuen Stall, die Tiere und die Menschen hat sich die Festgemeinde erhoben und gemeinsam das „Unser Vater“ Gebet gebetet. Musikalisch sehr stimmungsvoll mit dem Alphorn hat Anita Tobler die Feier begleitet. Und zwischendurch ist während der Feier mal die eine oder andere Kuh noch vorne zur grossen elektrischen Bürste gekommen, hat sich den Rücken massieren lassen und einfach den Moment genossen. Voll und ganz: „Glück im Stall“!
Bereitgestellt: 18.10.2017     
aktualisiert mit kirchenweb.ch