Silvia Blatter

Heiwäg 3322

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Neun mutige und abenteuerlustige Jugendliche wurden in der letzten Sommerferienwoche 80 Kilometer entfernt von Urtenen-Schönbühl ausgesetzt und sind innerhalb von fünf Tagen zurückmarschiert!
Silvia Blatter,
Da gab es zum einen die Giele-Gruppe, welche zu fünft von ihren zwei Begleitpersonen am Zugersee ausgesetzt wurden und die Modis starteten zu viert in Arni im Kanton Aargau. Am Startpunkt erhielten sie eine Reliefkarte der Schweiz mit den grossen Gewässern, einen Kompass und eine kurze Einführung dazu. Danach hatten die Jugendlichen das Sagen.

Unterwegs stellten sich verschiedene Fragen; zum Beispiel: „Sollen wir dem Kompass oder dem Wanderweg-Wegweiser folgen?“ , „Wo können wir das nächste Mal Essen einkaufen?“, „Was sollen wir kochen?“ und „Wo wollen wir heute Abend übernachten?“.

Es gab viele gute Begegnungen mit hilfsbereiten Menschen, die ihnen gerne einen Tipp für die Routenplanung gaben. Die erste Nacht wurde im Freien biwakiert, in den folgenden fragten die Jugendlichen bei Bauern für Unterschlupf, weil das Wetter umgeschlagen hatte.

Es war ein freudiges Wiedersehen und eine Motivationsspritze, als sich die beiden Gruppen zufälligerweise am Donnerstagmorgen unterwegs trafen und sie so ein Stück Weg zusammen zurücklegen konnten. Leider regnete es häufig und die Heiwäglerinnen und Heiwägler waren bis auf die Haut durchnässt und froren. Da war es eine willkommene Überraschung als das Coop Huttwil ihnen bei einer Pause warmen Tee spendierte, Schoggistängeli schenkte und sich alle aus riesen PET-Säcken eine Regenpellerine schneiden und kleben durften. Mit neuen trockenen Kleidern darunter und die Regenpellerine darüber war es dann schon viel angenehmer den Weg fortzusetzen.
Beide Gruppen hatten nämlich am Donnerstag noch eine riesen Etappe zu meistern, wenn sie am Freitag pünktlich um 12 Uhr zurück sein wollten. Darum wanderten sie im Regen, müde und unter Schmerzen bis in die frühen Morgenstunden. Die eine Gruppe übernachtete in Münchringen, die andere in Heimiswil.

Am Freitag warteten die gespannten Eltern auf ihre Jugendlichen und alle waren erleichtert und freuten sich, als die zweite Gruppe sieben Minuten vor 12 Uhr beim Kirchgemeindehaus eintraf. Beim gemeinsamen Mittagessen und anschliessenden Fotoschauen erzählten die Heiwäglerinnen und Heiwägler von ihren Erlebnissen. Sie erhielten eine Urkunde für ausserordentlichen Durchhaltewillen, Teamgeist und Verzicht. Stolz aber müde sehnten sie sich einfach nur noch nach ihrem Bett; wobei von den Eltern wohl noch ein Zwischenhalt in der Dusche angeordnet wurde.

Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Heiwäg in der letzten Sommerferienwoche 2018.

Silvia Blatter, Jugendarbeit Kirche Urtenen
Bereitgestellt: 24.08.2017     Besuche: 11 Monat 
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